Schweiz blockiert über 2’500 Glücksspiel-Websites

Bei Casinoble beobachten wir die Entwicklungen im internationalen Online-Glücksspielmarkt genau. Besonders in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren viel getan: Bis Ende 2025 haben die Schweizer Aufsichtsbehörden mehr als 2'597 Online-Glücksspielseiten blockiert. Diese Seiten wurden als unzulässig eingestuft, da sie über keine gültige Lizenz in der Schweiz verfügten oder gegen das nationale Geldspielgesetz verstossen haben.

Diese konsequente Massnahme zeigt, dass die Schweiz entschlossen ist, Spielerschutz, Marktregulierung und Gesetzestreue durchzusetzen. Dabei profitieren nicht nur lizenzierte Anbieter, sondern auch die Spielerinnen und Spieler, die vor betrügerischen oder unregulierten Angeboten bewahrt werden. Wer sich für online casinos in der Schweiz interessiert, sollte besonders auf Seriosität und Regulierung achten. Doch wie ist diese Entwicklung entstanden, wie funktioniert sie konkret, und was bedeutet sie für die Zukunft des Glücksspiels in der Schweiz?

Das Gesetz dahinter: Was ist das Geldspielgesetz?

Casinoble analysiert seit Jahren die regulatorischen Grundlagen der wichtigsten Glücksspielmärkte in Europa – und die Schweiz gehört hier zu den spannendsten Beispielen.

Die rechtliche Grundlage für die Sperrung von Online-Glücksspielangeboten bildet das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS), das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Es regelt sowohl terrestrische als auch online angebotene Geldspiele in der Schweiz. Das Hauptziel ist es, die Spielsucht zu bekämpfen, Betrug zu verhindern und die Integrität des Marktes zu schützen.

Gemäss Gesetz dürfen nur Anbieter mit Sitz in der Schweiz, die bereits ein landbasiertes Casino betreiben, eine Online-Geldspielbewilligung beantragen. Diese Bewilligung muss von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) oder der Gespa (Eidgenössische Kommission für Geldspiele) erteilt werden. Internationale Anbieter ohne Lizenz oder Kooperation mit einem lizenzierten Schweizer Unternehmen gelten als illegal.

Der Vollzug erfolgt über technische Massnahmen: Anbieter, die gegen das Gesetz verstossen, werden auf eine Sperrliste gesetzt, welche von den Internetanbietern im Land technisch blockiert werden muss. Das betrifft vor allem den Zugriff auf die Webseiten via DNS (Domain Name System).

Warum die Liste immer länger wird

Die Sperrliste wächst kontinuierlich, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Erstens gibt es eine anhaltend hohe Zahl internationaler Glücksspielanbieter, die ihre Dienste Schweizer Spielern zugänglich machen wollen, ohne über die nötige Lizenz zu verfügen. Zweitens verfolgt die Schweiz eine proaktive Kontrollstrategie. Die ESBK und Gespa prüfen regelmässig neue Anbieter, analysieren Beschwerden und gehen auch Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

2019 startete die Liste mit bekannten Namen wie Bet365, Unibet und Pinnacle. 2021 folgten Plattformen wie Stake, Matchbook oder Bahigo, die zunehmend über Kryptowährungen oder Alternativwährungen operieren. Bis 2023 hatte die Liste fast 2'000 Seiten erreicht. Heute sind es über 2'597 Domains, die offiziell blockiert sind.

Ein weiterer Grund für das kontinuierliche Wachstum der Liste ist die technische Evolution der Anbieter: Viele Plattformen nutzen neue Domains, Mirror-Webseiten oder alternative Zugangstechnologien, um Sperren zu umgehen. Die Schweizer Behörden reagieren mit ständiger Aktualisierung der Sperrliste, was wiederum zur Erhöhung der Anzahl führt.

Was passiert bei einer Sperrung?

Wird eine Website als unzulässig eingestuft, wird sie in die offizielle Sperrliste aufgenommen, die alle paar Monate im Bundesblatt veröffentlicht wird. Die Schweizer Internetanbieter (ISPs) sind gesetzlich verpflichtet, diese Domains via DNS-Blocking unzugänglich zu machen.

Für die Spielerinnen und Spieler bedeutet dies, dass sie beim Versuch, eine solche Seite aufzurufen, entweder eine Fehlermeldung erhalten oder automatisch auf eine Informationsseite umgeleitet werden.

Doch das ist nicht alles: Das Bundesgericht hat in mehreren Urteilen klargestellt, dass IP-Blocking allein nicht ausreicht. Illegale Anbieter müssen auch sicherstellen, dass keine Registrierung von Schweizer Nutzern möglich ist, selbst wenn diese über VPNs oder aus dem Ausland zugreifen.

Die Massnahmen sollen nicht nur den Zugang erschweren, sondern einen echten Marktausschluss für nicht autorisierte Anbieter bewirken. Es handelt sich dabei um ein umfassendes Schutzsystem, das über reine Zugriffsverhinderung hinausgeht.

Die Entwicklung in Zahlen: Blockierte Seiten seit 2019

JahrAnzahl blockierte SeitenWichtige Entwicklungen
201965+Start der Liste, erste prominente Anbieter
2021500+Stake, Bahigo, Matchbook kommen hinzu
2023ca. 1'950Deutliches Wachstum, neue Kryptoseiten
20242'200+Gerichtsurteile stärken gesetzliche Position
20252'597+Aktuellster Stand im Bundesblatt (Q4 2025)

Die Zahlen verdeutlichen: Die Schweiz verfolgt ein langfristiges und transparentes Regulierungskonzept, das sowohl technische als auch juristische Hebel nutzt.

Ein Modell für Europa? Die Bedeutung für die Zukunft

Bei Casinoble setzen wir uns für ein sicheres, verantwortungsvolles und transparentes Online-Glücksspiel ein. Das Schweizer Modell bietet hier wichtige Erkenntnisse für andere Märkte:

  1. Spielerschutz wird ernst genommen: Die rechtlichen Grundlagen dienen nicht der Abschreckung, sondern dem Schutz der Konsument*innen.
  2. Nur lizenzierte Anbieter haben Marktzugang: Das schafft Vertrauen und verhindert Wettbewerbsverzerrung.
  3. Einnahmen kommen der Allgemeinheit zugute: Ein Teil der Glücksspieleinnahmen fliesst in Kultur, Sport und Sozialprojekte.
  4. Gerichtliche Unterstützung: Durch die Urteile des Bundesgerichts ist klar, dass Umgehungen nicht toleriert werden.

Auch wichtige Themen wie zahlungsmethoden spielen eine Rolle, wenn es darum geht, zwischen legalen und illegalen Plattformen zu unterscheiden. Transparente Anbieter bieten sichere und nachvollziehbare Optionen für Ein- und Auszahlungen.

Für die Zukunft erwarten wir, dass andere Länder ähnliche Wege gehen werden – insbesondere dort, wo der Wildwuchs an nicht regulierten Anbietern überhandnimmt. Die Schweiz zeigt: Ein geschlossenes, aber kontrolliertes System ist nicht nur möglich, sondern auch wirkungsvoll.

Casinoble wird diese Entwicklungen weiterhin genau verfolgen und Spielerinnen und Spielern helfen, sich sicher und informiert in der Welt des Online-Glücksspiels zu bewegen.

Kelsi

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